"Anders Gedenken" / 2
14. November 2025Der zweite Teil der Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht im Grips Theater -
Beitrag der Kurse Darstellendes Spiel zur Veranstaltung "Anders Gedenken" im Grips Theater
Im Rahmen der diesjährigen Gedenkveranstaltung zum 09. November 1938 präsentierten die teilnehmemden Schulen Theodor- Heuß-Gemeinschaftsschule, das Lessing-Gymnasium, das Französische Gymnasium sowie unser Gymnasium Tiergarten ihre künstlerischen Beiträge im GRIPS Theater in Anwesemheit von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie der Bezirksbürgermeisterin Frau Remlinger, von Staatssekretär Falko Liecke und Herrn Dr. Offenberg, dem Vorstandssprecher und Geschäftsführer der Israelitischen Synagogen-Gemeinde Adass Jisroel zu Berlin.

Frau Remlinger / Bezirksbürgermeisterin

Herr Liecke / Staatssekretär

Herr Dr. Offenberg / Vorstandssprecher und Geschäftsführer der Israelitischen Synagogen-Gemeinde Adass Jisroel

Als musikalischen Auftakt zu den Schüler:innen-Beiträgen der beteiligten Schulen spielte das Orchester des Lessing-Gymnasiums Mahlers Adagietto zum Film "Schindlers Liste".

Das Französische Gymnasium präsentierte "Fragile - eine musikalisch gerahmte Lesung".

Die Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule zeigte einen szenischen Beitrag mit dem Titel "Der Speicherbrandprozess" aus Brechts "Der Aufstieg des Arturo Ui".
Mit „Requiem for a Rotten Society“ brachten die Kurse Darstellendes Spiel der Oberstufe unter der Leitung von Herrn Reiners ein erschütternd intensives Stück zum Gedenken an den 9. November 1938 auf die Bühne des GRIPS Theaters.
In kraftvollen, präzise komponierten Szenen zeigten die Schülerinnen und Schüler, wie eine Gesellschaft zerbricht, wenn Menschenwürde verlorengeht. Aktuelle antisemitische Zitate, dokumentarische Stimmen und Zeitzeugenberichte verschmolzen zu einem emotionalen Sog, der das Publikum tief berührte.



Besonders hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit mit Frau Bombosch aus dem Fachbereich Kunst, die mit eindrucksvollen Kostümen und Masken das ästhetische Konzept des Stücks entscheidend prägte. Ebenso trug die Technik-AG unter Herrn Denkowski mit Licht, Ton und atmosphärischer Raumgestaltung wesentlich zur intensiven Wirkung der Inszenierung bei.
Es entstand eine homogene Ensembleleistung, die in ihrer Ausdruckskraft und Professionalität weit über gewöhnliches Schultheater hinausging.
Bürgermeisterin Frau Remlinger würdigte den Mut, die künstlerische Klarheit und das große Engagement der Jugendlichen, die mit ihrer Aufführung ein eindringliches Zeichen gegen das Vergessen setzten.
Ein Stück, das nachhallt – und wachrüttelt.

Zum Abschluss der gemeinsamen Veranstaltung der vier beteiligten Schulen im Grips Theater versammelten sich alle Schülerinnen und Schüler, die mit musikalischen und darstellerischen Beiträgen auf der Bühne gestanden hatten und bekamen den wohlverdienten Beifall des überwiegend jungen Publikums.
















