Teilnahme der Kurse Darstellendes Spiel an der Gedenkveranstaltung zur Reichsprogromnacht im GRIPS-Theater

  09. November 2017    von Herrn Reiners

Die Kurse Darstellendes SpieI des 3. Semesters beeindruckten wieder einmal zum Gedenken an den 9. November im Grips-Theater.

Wie im vergangen Jahr wurde ein Kapitel aus llse Aichingers autobiographischen Roman „Die größere Hoffnung“ über rassisch verfolgte Kinder während der Hitlerzeit auf die Bühne gebracht. In verfremdenden Bildern erzählt der Roman von der Angst, von der Bedrohung und der widerständigen Hoffnung der „Kinder mit den falschen Großeltern“. Diese Kinder, die nach den Nürnberger Gesetzen als jüdisch oder – wie die Hauptfigur Ellen – als halbjüdisch gelten, leiden unter Isolation, Demütigung und Verhöhnung. Aber nachdem ihre Hoffnung auf Auswanderung zunichte geworden ist, erwächst ihnen eine ganz andere, eben die „größere Hoffnung“.

Nachdem im vergangen Jahr das Kapitel „Der Tod der Großmutter“ dramatisiert und in so eindringlicher Weise auf der Bühne gezeigt werden konnte, erarbeiteten die diesjährigen Kurse unter Leitung von Herrn Reiners eine Performance auf der Grundlage des Kapitels „Das große Spiel“.

Gezeigt wird auf erschütternde Weise, wie sich jüdische Kinder im Versteck das qualvolle Warten auf ihre bevorstehende Deportation damit zu vertreiben suchen, ein Krippenspiel einzustudieren, um zu erfahren, dass am Ende Deportation und Tod unausweichlich sind und  ihr Spiel „wie eine große tanzende Flamme […] über ihnen zusammen[schlägt].“

Die darstellerischen Leistungen der Schülerinnen und Schüler wurden zurecht umjubelt.